Laut Medienberichten fühlen sich viele Rostockerinnen und Rostocker trotz sinkender Kriminalitätszahlen zunehmend unsicher. Besonders in einigen Stadtteilen wächst das Misstrauen gegenüber öffentlichen Räumen, und selbst zentrale Orte werden häufiger als Angsträume beschrieben. Frauen berichten überdurchschnittlich oft von belastenden Situationen im Alltag.


Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Chris Günther:

„Die aktuelle Bürgerbefragung zeigt sehr deutlich, was viele Rostockerinnen und Rostocker seit Jahren empfinden: Sicherheit ist nicht nur eine Frage der Statistik, sondern vor allem eine Frage des Alltagsgefühls. Ja, die Kriminalitätszahlen in unserer Stadt sind statistisch seit Jahren rückläufig, und das ist eine gute Entwicklung. Aber gleichzeitig wächst das subjektive Unsicherheitsgefühl, und das dürfen wir nicht länger als bloßes ‚subjektives Empfinden‘ abtun.


Wenn Stadtteile wie Groß Klein, Schmarl oder Toitenwinkel von vielen als Angsträume wahrgenommen werden, wenn zentrale Plätze wie der Doberaner Platz oder die Wallanlagen gemieden werden, dann ist das ein ernstes Warnsignal. Das Sicherheitsgefühl der Menschen entsteht im täglichen Erleben, und genau dort zeigt sich, dass wir Handlungsbedarf haben. Wer Wege meidet, weil er sich unwohl fühlt, ist in seinem Alltag eingeschränkt, und das ist für eine Stadt wie Rostock schlicht inakzeptabel.

Wir brauchen eine klare politische Antwort. Dazu gehören bessere Beleuchtungskonzepte, gepflegte öffentliche Räume, sichtbare Ansprechpartner im Stadtbild und eine konsequente Aufwertung der Bereiche, die in der Befragung immer wieder genannt werden. Es geht nicht darum, Angst zu schüren, sondern darum, Vertrauen zurückzugewinnen. Die Menschen müssen spüren, dass ihre Sorgen ernst genommen werden.


Die Verwaltungsspitze ist gefordert, die Ergebnisse der Bürgerbefragung nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. Rostock darf nicht zu einer Stadt werden, in der man sich nur statistisch sicher fühlt. Unser Anspruch muss ein Rostock sein, in dem Sicherheit wieder selbstverständlich ist, im Kopf und auf der Straße.“