Laut Medienberichten steht die Kita „Seestern“ vor der Schließung, ohne dass die Betroffenen zuvor umfassend informiert wurden. Eltern, Beschäftigte und Träger berichten übereinstimmend von ausbleibenden Antworten und fehlender Transparenz seitens der Verwaltung. Die widersprüchlichen Darstellungen zur Begründung der Maßnahme sorgen zusätzlich für Verunsicherung. Aus Sicht der CDU-Fraktion besteht dringender Klärungsbedarf.


Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Chris Günther:


„Die Schließung der Kita „Seestern“ ist ein Sinnbild dafür, wie politische Führung in dieser Stadt derzeit verstanden wird. Entscheidungen werden getroffen, bevor Gespräche überhaupt begonnen haben. Eltern, Kinder und Beschäftigte erfahren von der Kündigung, als wäre es eine Randnotiz. So geht man nicht mit Menschen um, die auf Verlässlichkeit angewiesen sind. Der zuständige Senator steht dabei im Zentrum einer Entscheidung, die viele Fragen aufwirft. Wer gleichzeitig politische Verantwortung trägt und in einer Stiftung eine führende Rolle spielt, die genau diesen Standort nutzen möchte, muss sich an strengste Transparenzstandards halten. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen schneller berücksichtigt wurden als die Bedürfnisse der Kinder. Das ist ein Problem für die Glaubwürdigkeit der gesamten Verwaltung.


Besonders irritierend ist, dass der Träger über Monate das Gespräch gesucht hat und selbst ein ausführlicher Brief an die Oberbürgermeisterin unbeantwortet blieb. Wer Verantwortung trägt, muss sich den Fragen der Betroffenen stellen. Schweigen und Aussitzen ist in dieser Situation kein Führungsstil, sondern ein Signal der Geringschätzung gegenüber den Betroffenen.“


Unser Fraktionsmitglied Daniel Peters, MdL ergänzt:

„Die Eltern und Beschäftigten erleben gerade, wie eine Entscheidung über ihre Köpfe hinweg getroffen wird, ohne Rücksicht auf die Folgen für Kinder, die Stabilität brauchen, und für Erzieherinnen und Erzieher, die um ihre berufliche Zukunft bangen. Die Begründung der Stadt wirkt dabei wie ein vorgeschobenes Argument. Zudem wirft es zusätzliche Fragen auf, dass die Verwaltung in die Trägerhoheit eingreift und damit Zuständigkeiten überschreitet, die klar geregelt sein sollten. Am Ende ist die Art der Kommunikation, oder vielmehr das völlige Ausbleiben jeglicher Kommunikation, für viele Eltern der eigentliche Skandal.


Wir erwarten, dass die Kündigung zurückgenommen wird, bis alle offenen Fragen geklärt sind. Dazu gehört eine transparente Darstellung der Auslastungszahlen, eine unabhängige Bewertung möglicher Interessenkonflikte und ein ernsthafter Dialog mit Eltern, Träger und Beschäftigten. Familien brauchen Verlässlichkeit, doch genau diese ist hier in erschreckender Weise verloren gegangen.“