Die CDU‑Fraktion bringt zur kommenden Bürgerschaftssitzung einen Antrag ein, der die Prüfung eines kommunalen Modellprojekts zur frühkindlichen Sprachbildung vorsieht. Damit soll ein Ansatz gestärkt werden, der Kindern frühzeitig bessere Startchancen ermöglicht und die Qualität der pädagogischen Arbeit im gesamten Stadtgebiet erhöht. Rostock soll die Möglichkeit erhalten, ein modernes und abgestimmtes Verfahren zu entwickeln, das Kitas, Grundschulen und weitere Partner enger zusammenführt. Ziel ist es, Sprachentwicklungsrisiken früher zu erkennen, Eltern besser einzubinden und Übergänge verlässlicher zu gestalten.


Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Chris Günther:


„Rostock braucht bei der frühkindlichen Sprachbildung einen klaren Kurs und keine weiteren Jahre des Zögerns. Wir sehen seit Langem, dass Kinder mit sprachlichen Unsicherheiten in die Schule starten und damit von Beginn an schlechtere Chancen haben. Sprache entscheidet aber über Lernerfolg und Selbstvertrauen. Wenn wir hier nicht früh ansetzen, entstehen Nachteile, die später nur schwer auszugleichen sind. Unsere Fraktion setzt deshalb bewusst auf einen Ansatz, der früh stärkt und nicht erst versucht, entstandene Defizite mühsam auszugleichen.


Mit unserem Antrag wollen wir ein kommunales Modellprojekt auf den Weg bringen, das die Zusammenarbeit im Sozialraum verbindlich ordnet. Kitas, Grundschulen, Familienzentren und Kinderärzte müssen verlässlich zusammenarbeiten, damit Sprachentwicklungsrisiken früh erkannt und Förderwege abgestimmt werden. Es darf nicht länger passieren, dass wichtige Informationen an Übergängen verloren gehen, weil jede Einrichtung eigene Verfahren nutzt. Ein gemeinsamer Rahmen schafft Orientierung und sorgt dafür, dass Kinder mit Förderbedarf nicht übersehen werden.


Ein zentraler Baustein ist dabei die Einbindung der Eltern. Sie sind die wichtigsten Bezugspersonen ihrer Kinder und brauchen klare Informationen sowie konkrete Unterstützung. Wenn Eltern früh erreicht werden, profitieren die Kinder unmittelbar. Rostock hat engagierte Fachkräfte und gute Voraussetzungen. Was fehlt, ist ein verbindliches Konzept, das diese Stärken zusammenführt und Übergänge verlässlich gestaltet.“

Der kinder- und jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Kenny Grafenhorst, ergänzt:


„Mit unserem Antrag setzen wir ein deutliches Zeichen. Wir erwarten, dass die Oberbürgermeisterin gemeinsam mit dem Land prüft, wie ein solches Modellprojekt umgesetzt werden kann, und der Bürgerschaft fristgerecht berichtet. Unser Ziel ist eindeutig. Rostocker Kinder sollen mit starken sprachlichen Fähigkeiten in die Schule starten. Früh fördern statt später aufholen. Das ist ein klarer Auftrag an eine Stadt, die Verantwortung ernst nimmt und ihren Jüngsten verlässliche Startchancen bieten will.“