Beschlussvorschlag:

Der Beschlussvorschlag wird wie folgt ersetzt:

  1. Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt zu prüfen, inwieweit der qualifizierte Mietspiegel der Hanse‑ und Universitätsstadt Rostock, der bereits online verfügbar ist und durch das Bauamt bereitgestellt wird, in die künftig erscheinende Rostock‑App des Projekts Smart City integriert werden kann.
  1. Im Rahmen der Prüfung ist insbesondere zu berücksichtigen, wie sichergestellt werden kann, dass die Informationen des qualifizierten Mietspiegels barrierearm, leicht zugänglich und für einen möglichst großen Personenkreis nutzbar bereitgestellt werden.
  1. Die Prüfung soll insbesondere einbeziehen, inwieweit eine Darstellung in der Rostock‑App folgende Funktionen ermöglichen kann:
  • eine verständliche Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten,
  • eine einfache Navigation zu relevanten Parametern wie Wohnlage, Baujahr, Ausstattung und Wohnungsgröße,
  • eine klare Erläuterung der Methodik des qualifizierten Mietspiegels.

Sachverhalt:

Der qualifizierte Mietspiegel der Hanse‑ und Universitätsstadt Rostock bietet bereits heute eine wissenschaftlich fundierte, objektive und realitätsnahe Grundlage zur Einschätzung ortsüblicher Vergleichsmieten. Er wird nach anerkannten statistischen Verfahren erstellt und regelmäßig fortgeschrieben. Damit stellt er ein verlässliches Instrument dar, das Mieter wie Vermieter gleichermaßen Orientierung bietet.

Vor diesem Hintergrund erscheint eine zusätzliche Entwicklung eines „Mietwucher‑Tools“ weder notwendig noch effizient, da die erforderlichen Informationen bereits vorliegen und öffentlich zugänglich sind. Statt neue parallele Strukturen zu schaffen, liegt es nahe zu prüfen, inwieweit der bestehende qualifizierte Mietspiegel in die digitale Infrastruktur der Stadt integriert werden kann, insbesondere in die geplante Rostock‑App. Eine solche Integration könnte die Reichweite erhöhen, die Nutzerfreundlichkeit verbessern und die Transparenz auf dem Wohnungsmarkt stärken, ohne zusätzliche technische oder finanzielle Aufwände für ein neues Tool zu erzeugen.