Die CDU-Fraktion bringt zur kommenden Bürgerschaftssitzung einen Antrag ein, der angesichts der jüngsten Weichenstellungen der rot-roten Landesregierung zur Zukunft der Förderschulen eine klare Positionierung der Stadt einfordert. Viele Eltern und Lehrkräfte blicken mit Sorge auf die geplanten Veränderungen, weshalb Rostock jetzt ein klares Signal zum Schutz dieser Schulform setzen muss.
Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Chris Günther:
„Unsere Förderschulen sind Orte, an denen Kinder mit besonderen Lernbedarfen die Unterstützung erhalten, die sie in dieser Form nur dort bekommen können. Sie bieten kleine Lerngruppen, spezialisierte Pädagoginnen und Pädagogen und eine Struktur, die Sicherheit und Orientierung gibt. Wer behauptet, diese Einrichtungen seien überflüssig, ignoriert die Realität in unseren Regelschulen und gefährdet die Zukunftschancen vieler junger Menschen.
Die rot-rote Landesregierung setzt weiterhin darauf, Förderschulen langfristig abzuschaffen. Die jüngste Entscheidung, die Schließungsfrist bis 2035 zu strecken, ändert nichts am grundsätzlichen Ziel. Gleichzeitig sind die Regelschulen weder personell noch räumlich in der Lage, die zusätzlichen Anforderungen zu bewältigen. Das führt zu Überforderung auf allen Seiten und zu einer Situation, in der weder leistungsstarke noch leistungsschwächere Kinder die Förderung erhalten, die sie benötigen.“
Der stellv. Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Patrick Tempel ergänzt:
„Wir stehen klar an der Seite der Eltern und Lehrkräfte, die seit Monaten auf die Missstände hinweisen. Inklusion darf nicht bedeuten, dass Kinder mit besonderen Bedürfnissen in Strukturen gedrängt werden, die ihnen nicht gerecht werden. Eine verantwortungsvolle Bildungspolitik braucht eine breite Angebotslandschaft und Wahlfreiheit. Förderschulen sind ein unverzichtbarer Teil davon.
Deshalb fordern wir die Oberbürgermeisterin auf, sich entschieden für den Erhalt der Förderschulen einzusetzen und ein klares Signal an die Landesregierung zu senden. Wir brauchen eine verlässliche sonderpädagogische Förderung ab der ersten Klasse und die Möglichkeit eines freiwilligen zehnten Schuljahres, das jungen Menschen Stabilität und Perspektive gibt. Rostock muss sich schützend vor seine Kinder stellen. Das erwarten wir und dafür setzen wir uns ein.“
