Die aktuelle Kriminalstatistik für Rostock zeigt einen deutlichen Anstieg bei mehreren Deliktbereichen. Besonders die Zahlen zu Gewalt- und Sexualstraftaten liegen klar über dem Niveau des Vorjahres. Diese Entwicklung ist statistisch eindeutig und erfordert eine nüchterne Analyse und eine klare politische Reaktion.


Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Chris Günther:

„Die neue Kriminalstatistik ist ein Weckruf, den man in dieser Stadt viel zu lange nicht hören wollte. Seit Jahren warnt unsere Fraktion vor einer Entwicklung, die jetzt schwarz auf weiß vorliegt. Gewalt nimmt zu, Sexualdelikte erreichen Höchststände, und trotzdem wird der Öffentlichkeit erklärt, für Unbeteiligte sei das alles kaum ein Problem. Diese Haltung ist nicht nur naiv, sie ist gefährlich. Wer die Realität so konsequent ausblendet, darf sich über die Folgen nicht wundern.


Unsere Fraktion hat frühzeitig konkrete Maßnahmen gefordert. Wir wollten Videoüberwachung an Brennpunkten, wir wollten eine stärkere Präsenz des Ordnungsdienstes, wir wollten ein Sicherheitskonzept, das diesen Namen verdient. Dafür wurden wir verspottet, als Panikmacher abgestempelt und als Leute hingestellt, die angeblich Probleme erfinden.

Es reicht nicht mehr, die Lage zu relativieren. Es reicht nicht mehr, sich hinter der Behauptung zu verstecken, die meisten Taten fänden ja nur zwischen ‚rivalisierenden Gruppen‘ statt. Wenn gefährliche Körperverletzungen zweistellig steigen und Sexualdelikte ein Zehnjahreshoch erreichen, dann ist es kein Trost, dass sich die Täter angeblich nur untereinander prügeln. Gewalt bleibt Gewalt. Und sie gehört nicht in unsere Stadt.


Wir wissen, dass Kommunalpolitik nicht alles lösen kann. Aber sie kann sehr viel mehr tun, als die Mehrheit dieser Bürgerschaft bisher bereit war. Die Blockadehaltung der anderen Fraktionen hat Rostock Zeit gekostet. Zeit, in denen man lieber moralische Selbstvergewisserung betrieben hat, statt Verantwortung zu übernehmen.

Es ist Zeit für eine sicherheitspolitische Kehrtwende. Die anderen Fraktionen müssen endlich anerkennen, dass sie falsch lagen. Sie müssen den Mut haben, das einzugestehen und aufhören, jede Maßnahme, die Ordnung und Sicherheit stärkt, reflexhaft zu bekämpfen. Rostock braucht Klarheit, Konsequenz und den Willen, Probleme nicht länger zu beschönigen. Wir sind bereit, diesen Weg zu gehen. Die Frage ist, ob die anderen es auch sind.“