Laut Medienberichten steht in Rostock eine deutliche Erhöhung der Kurtaxe im Raum. Die Verwaltung prüft derzeit eine Tagespauschale von 4,60 Euro, die den bisherigen Höchstsatz in Mecklenburg-Vorpommern übertreffen würde. Hoteliers und Tourismusvertreter äußern Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Nachfrage.


Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Chris Günther:

„Was die Verwaltung hier plant, ist nichts Anderes als eine Touristen-Abschreckungsgebühr. Eine Kurtaxe von 4,60 Euro pro Tag macht Rostock zum teuersten Ostseebad weit und breit, und das ausgerechnet in einer Zeit, in der viele Familien ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Wer solche Preise verlangt, darf sich nicht wundern, wenn die Gäste künftig an Rostock vorbeifahren.


Besonders absurd ist die Zwangsbeglückung mit einem ÖPNV-Paket, das viele Urlauber weder brauchen noch nutzen. Menschen mit Deutschlandticket oder Eventbesucher, die übernachten – sie alle sollen für ein Angebot zahlen, das ihnen keinerlei Mehrwert bringt. Das ist am Ende nichts Anderes als eine versteckte Subventionierung des Nahverkehrs auf dem Rücken unserer Gäste.

Unsere Hoteliers schlagen Alarm, und sie haben recht. Diese Kurtaxe ist ein Wettbewerbsnachteil mit Ansage. Während andere Ostseebäder ihre Abgaben senken oder entflechten, dreht Rostock an der Preisschraube, als gäbe es keinen Markt und keinen Wettbewerb. So verspielt man Vertrauen, Stammgäste und wirtschaftliche Perspektiven.
Wir fordern die Verwaltung auf, diesen Irrweg sofort zu verlassen. Rostock braucht eine ehrliche, transparente und maßvolle Kurabgabe, die sich an der Realität orientiert, nicht an ideologischen Wunschprojekten. Wer den Tourismus stärken will, darf ihn nicht durch überzogene Gebühren strangulieren. Rostock lebt von seinen Gästen. Es wird Zeit, dass die Verwaltungsspitze das wieder begreift.“