Beschlussvorschlag:
Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den städtischen Unternehmen zu prüfen, ob im gesamten Stadtgebiet zusätzliche geeignete Standorte für legale Graffiti‑Flächen („Legal Walls“) identifiziert und perspektivisch zur Verfügung gestellt werden können.
Das Prüfergebnis ist der Bürgerschaft spätestens im 4. Quartal 2026 vorzulegen.
Sachverhalt:
Illegale Graffiti verursachen im gesamten Stadtgebiet regelmäßig erhebliche Reinigungs‑ und Instandhaltungskosten und beeinträchtigen das Erscheinungsbild von Gebäuden, Verkehrsanlagen und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die Bereitstellung legaler Graffiti‑Flächen („Legal Walls“) hat sich vielerorts als wirksamer Baustein erwiesen, um unerlaubte Schmierereien zu reduzieren und kreative Ausdrucksformen in geordneten Bahnen zu ermöglichen.
In Rostock existiert bislang nur eine geringe Anzahl solcher legaler Flächen. Um präventive Maßnahmen weiter zu stärken und zusätzliche Alternativen zum illegalen Sprühen zu schaffen, ist zu prüfen, ob im gesamten Stadtgebiet weitere geeignete Standorte bereitgestellt werden können.
Der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung (KOE) zeigt bereits, dass gesteuerte künstlerische Gestaltung an öffentlichen Gebäuden erfolgreich umgesetzt werden kann und zugleich Vandalismusschäden vorbeugt. Der KOE betreibt zudem die städtische Informationsseite www.graffiti‑in‑rostock.de, auf der die bestehenden legalen Graffiti‑Flächen übersichtlich dargestellt sind. An dieses Beispiel kann angeknüpft werden, indem auch andere städtische Unternehmen mögliche Flächen identifizieren, die sich für eine legale Nutzung eignen.
So kann eine Erweiterung der ‚Legal Walls‘ dazu beitragen, illegale Graffiti einzudämmen und zugleich ein attraktives, legales Angebot für kreative Gestaltung im öffentlichen Raum zu schaffen.
Gez. Chris Günther
Fraktionsvorsitzende
