Beschlussvorschlag:
Der Beschlussvorschlag zum Kommunalen Erinnerungskonzept der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird um folgenden Punkt ergänzt:
„In Kapitel 5.f.i „AG Gedenken“ wird ergänzt, dass die AG Gedenken ab dem Jahr 2027 jährlich einen Themenschwerpunkt festlegt, der ein „Rostocker Vorbild“ oder ein „Positiv-Thema“ der Stadtgeschichte (z. B. bedeutende Innovationen, Akte des bürgerschaftlichen Muts oder herausragende kulturelle Leistungen) in den Mittelpunkt stellt.
Dieser Jahresschwerpunkt ist:
- Wissenschaftlich aufzuarbeiten: Unter Einbeziehung der Universität Rostock und der lokalen Geschichtsvereine.
- Öffentlich zu präsentieren: Durch mindestens eine zentrale Maßnahme im öffentlichen Raum (z. B. eine temporäre Ausstellung, eine Gedenktafel, digitale Formate oder eine Veranstaltungsreihe).
- In der Bildungsarbeit zu verankern: Durch gezielte Angebote für Schulen und Jugendeinrichtungen.“
Sachverhalt:
Eine lebendige Erinnerungskultur braucht neben der kritischen Auseinandersetzung mit historischen Fehlentwicklungen auch positive Identifikationsangebote. Das vorliegende Konzept hebt zu Recht die Vielschichtigkeit der Rostocker Stadtgeschichte hervor, doch bislang fehlt ein strukturierter Ansatz, um jene Leistungen, Persönlichkeiten und Entwicklungen hervorzuheben, die Rostock geprägt und inspiriert haben.
Die jährliche Festlegung eines Themenschwerpunktes durch die AG Gedenken würde einen verlässlichen Rahmen schaffen, um solche positiven Aspekte der Stadtgeschichte wissenschaftlich fundiert aufzuarbeiten, sichtbar im öffentlichen Raum zu präsentieren und in der Bildungsarbeit zu verankern. Damit entsteht ein notwendiger Ausgleich zu rein defizitorientierten Perspektiven und zugleich ein Format, das sichtbar macht, dass Rostock zu allen Zeiten Menschen und Leistungen hervorgebracht hat, die auch heute Orientierung und Inspiration bieten.
Finanzielle Auswirkungen:
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liegen nicht vor.
Gez. Chris Günther
Fraktionsvorsitzende
