Die CDU-Fraktion bringt zu einer der kommenden Bürgerschaftssitzungen einen Antrag ein, mit dem geprüft werden soll, ob im gesamten Stadtgebiet zusätzliche geeignete Standorte für legale Graffiti-Flächen identifiziert werden können. Ziel ist es, Vandalismus wirksamer vorzubeugen und zugleich neue Möglichkeiten für kreative Gestaltung zu eröffnen.


Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Chris Günther:

„Illegale Graffiti belasten unsere Stadt seit Jahren. Sie verursachen hohe Reinigungskosten, beschädigen Fassaden und prägen an vielen Stellen einen Eindruck, der weder den Bewohnerinnen und Bewohnern noch den Gästen unserer Stadt gerecht wird. Wir wollen Rostock sauberer und zugleich lebendiger machen. Unser Antrag ist ein klarer Schritt in diese Richtung.


Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass legale Graffiti‑Flächen ein wirksamer Baustein sein können, um unerlaubtes Sprühen zurückzudrängen. Wer kreative Ausdrucksformen ermöglicht, schafft Alternativen zu Vandalismus. Rostock verfügt bislang jedoch nur über wenige solcher Orte. Das reicht nicht aus, um einen echten präventiven Effekt zu erzielen.

Der städtische KOE beweist bereits, wie gut gesteuerte Gestaltung an öffentlichen Gebäuden funktionieren kann. Professionell umgesetzte Kunst schützt vor Schäden und wertet das Umfeld sichtbar auf. Mit der städtischen Informationsseite zu legalen Graffiti‑Flächen existiert zudem eine gute Grundlage, an die weitere städtische Unternehmen anknüpfen können.


Wir wollen, dass die Oberbürgermeisterin gemeinsam mit den städtischen Unternehmen prüft, wo zusätzliche Flächen entstehen können. Es geht nicht darum, wild zu sprühen, sondern darum, klare und attraktive Angebote zu schaffen. Mehr legale Wände bedeuten weniger illegale Schmierereien und mehr Raum für junge Kreative, die ihre Fähigkeiten zeigen wollen.
Unser Ziel ist ein Rostock, das Verantwortung und Kreativität gleichermaßen zulässt. Wir wollen nicht länger nur auf Schäden reagieren, sondern frühzeitig dafür sorgen, dass sie gar nicht erst entstehen. Unser Antrag ist hierfür ein pragmatischer Ansatz.“