Die CDU‑Fraktion bringt zu einer der kommenden Bürgerschaftssitzungen einen Antrag ein, mit dem sie eine umfassende Prüfung zur Installation von Solarmodulen in nicht asphaltierten Straßenbahngleisbereichen anstößt. Ziel ist es, bislang ungenutzte Flächen im städtischen Verkehrsraum auf ihr Potenzial für eine zusätzliche lokale Energieerzeugung zu untersuchen und damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage für mögliche nächste Schritte zu schaffen.


Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Chris Günther:

„Wir stehen in Rostock vor der Herausforderung, unsere Energieversorgung breiter aufzustellen und unabhängiger zu machen. Dafür reicht es nicht, nur auf die klassischen Flächen zu schauen. Wir brauchen Ideen, die vorhandene Strukturen intelligent nutzen. Die Gleisbereiche unserer Straßenbahn sind ein solches Potenzial. Sie liegen frei, sind gut ausgerichtet und bieten zusammenhängende Flächen, die bislang keinerlei energiewirtschaftliche Funktion haben. Genau hier können wir ansetzen.


Pilotprojekte im Ausland zeigen, dass Photovoltaik im Gleisumfeld technisch machbar ist und einen spürbaren Beitrag zur lokalen Stromproduktion leisten kann. Diese Beispiele beweisen, dass Innovation im Verkehrsraum möglich ist, ohne den Betrieb zu stören. Wir wollen wissen, ob das auch für Rostock gilt. Deshalb fordern wir eine gründliche Prüfung, die technische Anforderungen, Sicherheitsaspekte, Kosten, Energieertrag und mögliche Fördermittel berücksichtigt.

Für uns ist klar: Entscheidungen dieser Tragweite brauchen eine solide Grundlage. Die Zusammenarbeit mit der RSAG stellt sicher, dass betriebliche Abläufe und Sicherheitsstandards von Anfang an berücksichtigt werden. Externe Fachleute sollen ergänzend dafür sorgen, dass wir realistische Einschätzungen und belastbare Angebote erhalten. Unser Ziel ist es, Chancen zu erkennen, Risiken zu benennen und dann verantwortungsvoll zu entscheiden. Wenn wir zusätzliche Energiepotenziale erschließen können, ohne neue Flächen zu beanspruchen, wäre das ein Gewinn für die gesamte Stadt.“