Beschlussvorschlag:

Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der RSAG zu prüfen, ob in den nicht asphaltierten Straßenbahngleisbereichen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock Solarmodule zur Stromgewinnung installiert werden können.

Die Prüfung soll insbesondere geeignete Streckenabschnitte, Investitions- und Betriebskosten, den zu erwartenden Energieertrag, technische und sicherheitsrelevante Voraussetzungen sowie einen möglichen zeitlichen Rahmen umfassen. Externe fachliche Einschätzungen und, soweit möglich, belastbare Angebote sind einzubeziehen.

Das Prüfergebnis ist der Bürgerschaft spätestens im 4. Quartal 2026 vorzulegen.

Sachverhalt:

Um zusätzliche Potenziale für die lokale Erzeugung erneuerbarer Energien zu erschließen, sollten auch bislang ungenutzte Flächen im Verkehrsraum betrachtet werden. Unbefestigte Straßenbahngleisbereiche bieten aufgrund ihrer Lage, Ausrichtung und durchgehenden Flächenstruktur ein bislang wenig beachtetes Potenzial für die Installation von Solarmodulen.

Erste Pilotprojekte, insbesondere in der Schweiz, zeigen, dass solche Anlagen technisch machbar sind und einen messbaren Beitrag zur lokalen Energieerzeugung leisten können, ohne den Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs zu beeinträchtigen.

Eine gemeinsame Prüfung mit der RSAG ermöglicht hier eine realistische Einschätzung technischer, betrieblicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Durch die Einbindung externer Fachkompetenz können zudem belastbare Aussagen zu Energieertrag, Investitionsbedarf und möglichen Fördermitteln getroffen werden.

Gez. Chris Günther
Fraktionsvorsitzende