Beschlussvorschlag:
Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt,
- die Anschaffung von mindestens 20 weitere Zigarettenstummel-Sammlern (in der Form wie die Ostsee-Ascher am Stand oder Warnow-Ascher am Stadthafen) zu prüfen, um diese – in Abstimmung mit den Ortsbeiräten – an markanten Orten im Stadtgebiet von Rostock aufzustellen;
- die Erarbeitung einer Aufklärungskampagne über die Umweltauswirkungen von Zigarettenstummeln zu prüfen, die insbesondere auf die Giftigkeit und langfristigen Umweltschäden hinweist;
- weitere Maßnahmen zu entwickeln, um Rostocks öffentliche Plätze und Naturräume von weggeworfenen Zigarettenstummeln zu befreien und das achtlose Wegwerfen zu unterbinden.
Das Prüfergebnis ist der Bürgerschaft bis zum 1. September 2026 vorzulegen.
Sachverhalt:
Zigarettenstummel gehören zu den am häufigsten achtlos weggeworfenen Abfällen im öffentlichen Raum. Sie verunreinigen Straßen, Parks und Strände, sind schwer zu entfernen und hochgradig umweltschädlich. Ein einzelner Zigarettenstummel kann bis zu 40 Liter Grundwasser verunreinigen. Die darin enthaltenen Giftstoffe wie Nikotin, Arsen, Blei, Kupfer, Chrom und Cadmium werden über Jahre freigesetzt und schädigen Pflanzen, Tiere und Gewässer.
Besonders an Bus- und Straßenbahnhaltestellen, Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen, Grünanlagen und sogar Spielplätzen sind weggeworfene Zigarettenstummel allgegenwärtig. In vielen Städten wurden bereits erfolgreich spezielle Zigarettenstummel-Sammler installiert. Auch in Rostock gibt es erste positive Erfahrungen mit solchen Sammlern in Warnemünde am Strand und am Stadthafen.
Durch ihre auffällige Gestaltung und humorvolle Abstimmungsfragen die Aufmerksamkeit der Rauchenden auf sich ziehen und einen Anreiz bieten, Zigarettenstummel korrekt zu entsorgen. Eine Ausweitung dieses Konzepts auf weitere Bereiche des Stadtgebiets erscheint sinnvoll.
Ergänzend zu den Sammlern ist eine Aufklärungskampagne sinnvoll, um das Bewusstsein für die Umweltproblematik von Zigarettenstummeln zu schärfen. Viele Rauchende sind sich der erheblichen Umweltauswirkungen nicht bewusst.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen tragen zur Verbesserung der Umweltqualität sowie der öffentlichen Sauberkeit bei und führen langfristig zu Kosteneinsparungen durch einen geringeren Reinigungsaufwand.
gez.
Dr. Anja Eggert, Dr. Felix Winter Christian Albrecht Chris Günther
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.Volt Fraktion Die Linke CDU-Fraktion
Dr. Sybille Bachmann Manuela Semder Axel Tolksdorff
Rostocker Bund Freie Wähler Rostocker Bund
